Auf den Spuren in den ehemaligen Kolonien der Deutschen:
Ethnografische Marschrouten :
Interessierte Touristen können die Kultur und Architektur der Deutschen auf der Krim – die als öffentliche und kulturelle Bauten erhalten geblieben sind, sowie die traditionelle ländliche Architektur besichtigen.
Der beste Weg die Kultur der Deutschen kennen zu lernen sind Ausflüge in die ehemaligen deutschen Kolonien, die im 19. Jh. auf der Halbinsel gegründet wurden. Die Zahl der deutschen Kolonien war zahlreich und befand sich hauptsächlich im Steppenteil der Krim.
Zurzeit werden ehemalige Kolonien enthüllt und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, die eine bedeutende Rolle im ökonomischen, sozial- politischen, religiösen und kulturellen Leben der Deutschen bis 1941 gespielt haben. In erster Linie sind die ehemaligen Kolonien Neizac, Friedental und Rosental (heute Krasnogorje, Kurortnoe und Aromatnoe in Belogorskoe). Sie befinden sich nicht weit voneinander und bilden komplexe ethnographische Objekte, wo man die traditionelle Anlage der Siedlungen sehen kann. Es gibt die Möglichkeit das Gebäude der katholischen Kathedrale anzuschauen, die 1867 gebaut wurde, in Aromatnoe (welche unter der Obhut der russischen Pravoslawische Kirche steht). Man kann auch das Gebäude der Grundschule und der zentralen Bildungseinrichtung (die in 1876 gebaut wurde) anschauen, sowie alte deutsche Friedhöfe (19. – 20. Jh.).
Es gibt noch mehr als 20 erhaltene deutsche Bauten auf der Krim.
1 Ausflug in die Umgebung von Jalta
Stadtbesichtigung und Besuch des Gemüsemarktes; anschließend können Sie sich im Tschechow- Museum in Tschechows Leben und Arbeiten auf der Krim vertiefen; danach besuchen Sie den Livadija- Palast, die Sommerresidenz von Nikolaus II und Palast der Jalta-Konferenz 1945 mit Churchill, Roosevelt und Stalin. Unterwegs wird Halt gemacht um das Schwalbennest - Wahrzeichen der Südkrim - zu sehen. Zum Abschluss fahren Sie nach Alupka und besuchen den wunderschön gelegenen Woronzow- Palast (im Tudorstil), besichtigen den Wintergarten und von der Terrasse des Palastes den einzigartigen Ausblick auf das Schwarze Meer.
2 Ausflug - Bachtschissaraij
Wir fahren über den alten Pass nach Bachtschissaraij und sehen ein einzigartiges Kulturdenkmal krimtatarischer Geschichte - ein Ausflug in ein orientalisches Märchen: Bachtschissaraij, ehemalige Hauptstadt des Krim- Khanates, Zentrum der drei Krim- Religionen Islam, Judentum und Christentum. Der Khanpalast, der Garten, die Khan- Dzami- Moschee mit ihren kunstvollen Minaretten, der Friedhof, sie bieten eine reizvolle Atmosphäre. Betörend und weltbekannt durch ein Gedicht Puschkins, der Tränenbrunnen im Khanpalast. Wir spazieren dann zu dem nahe gelegenen Uspenskij- Höhlenkloster. Welches im 8.Jh. entstand und Zentrum der ersten Krim-Christen ist und besichtigen anschließend die karaimische Höhlenstadt Tschufut- Kale.
Zurück werden wir die Route über Sewastopol nach Jalta wählen, etwas länger, aber sie ist schneller und bequemer.
3 Ausflug - Staryj Krym - Sudak - Novy Svet
Fahrt in den Südosten der Krim. Erste Station ist Staryj Krym, eine Stadt mit
bewegter Vergangenheit. In der Nähe gründeten Siedler aus der Schweiz 1805 das Dorf Zürichtal (heute: Zolotoje Pole / goldener Boden/goldenes Feld).
Besuch des armenischen Klosters Surb- Chac, Jahrhunderte schon ein religiöses Zentrum der Armenier. In Sudak besichtigen wir die Genuesische Festung,
gegründet 1389. Von der Festung aus haben wir einen herrlichen Blick auf die Küste. Übrigens: Die Genueser legten auf der Krim die ersten Weinberge an und 1878 gründete Graf Golizin im nahen Novyj Svet die erste Sekt-Kelterei; seitdem ist es die Hauptstadt des Krimsekts. Wir besuchen das Weinmuseum und erleben im Weinkeller eine Weinprobe.
4 Ausflug - Garten von Nikita, Gursuf
Der Tag beginnt mit einem Spaziergang im botanischen Garten von Nikita, einem der schönsten Gärten Europas. Danach unternehmen wir einen Ausflug in das kleine Küstenstädtchen Gursuf, wo wir durch den Park von Gursuf spazieren. Nach einer Mittagspause folgt der Besuch des Puschkin-Museums und des Sommerhauses von Anton Tschechow - malerisch auf einer kleinen Landzunge gelegen.
5 Ausflug - Sevastopol
Sie besuchen die Ruinen der antiken Stadt Chersones von Taurien und die hier wieder aufgebaute Wladimir- Kathedrale; ein schöner Platz, an der Küste gelegen und eingerahmt von zwei reizvollen Buchten. Es folgt die Besichtigung des Panoramamuseums “Krimkriege von 1853 - 56”, des Malakow- Hügels und des Stadtzentrums mit der Flaniermeile am Meer.
Am Nachmittag machen wir auf dem Weg zurück eine längere Pause in Balaklava, wo wir bei einem Spaziergang auf der Promenade die reizvolle und geschichtsträchtige Bucht von Balaklava erleben. Schon in Homers Odyssee wird sie erwähnt als Bucht ohne Sturm, im Krimkrieg 1853-1856 hatten die Engländer hier ihren Hauptstützpunkt angelegt.
6 Ausflug – Gaspra/ Mischor und Jalta
Bei einer Fahrt mit der Seilbahn zur Aussichtsplattform Aj- Petri bietet sich Ihnen ein weiter Ausblick auf die malerische Küstenlandschaft. Am Nachmittag besuchen wir in dem kleinen Ort Gaspra das herrschaftliche Haus, in dem Lew Tolstoi kurze Zeit gelebt hat. Rückfahrt nach Jalta und Besichtigung des Weinwerkes in Massandra mit Weinverkostung